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DSL ohne Telefon - vor Jahren noch undenkbar

DSL ohne Telefon - das so genannte “entbündelte DSL” - war jahrelang ein Ding der Unmöglichkeit: Einen DSL-Anschluss zu bekommen, ohne gleichzeitig einen Telefonanschluss dazunehmen zu müssen, war schlicht nicht möglich. Auch heute noch sind DSL und Telefon aneinander gekoppelt, wenn man Kunde bei der Telekom oder einem ihrer Wiederverkäufer ist.

DSL ohne Telefon gibt’s bei mehreren Anbietern

Doch mit dem Siegeszug der Internettelefonie wollen immer mehr Menschen ihren Telefon-Anschluss kündigen und über die DSL-Leitung telefonieren (VoIP). Derzeit kann man zwischen mehreren Anbietern wählen, die DSL ohne Telefon anbieten, etwa Alice, freenet, Strato, o2, Tele2, 1&1 und congstar. Die Angebote für Privatkunden sind - je nach Anbieter - in einigen hundert deutschen Städten zu bekommen.

Die günstigsten Tarife beginnen bei knapp 20 Euro, enthalten aber keine DSL-Flatrate. Will man zum Pauschalpreis surfen, muss man rund zehn Euro mehr hinlegen. Bei allen Anbietern telefoniert man über den DSL-Anschluss, gegen Aufpreis gibt es verschiedene Flatrates fürs In- und Ausland.

Entbündeltes DSL: Lohnt sich das?

Mit den günstigsten Anbietern spart man monatlich zwischen fünf und zehn Euro an Grundkosten im Vergleich zu einem Kombiangebot mit Festnetzanschluss - das ist weniger als ein günstiger Telefonanschluss im Monat kostet. Vor einem möglichen Wechsel ist also Rechnen gefragt, auch das eigene Telefonverhalten betreffend. So sollte man einkalkulieren, dass die Minutenpreise mancher VoIP-Tarife nicht konkurrenzfähig zum Call-by-Call im Festnetz sind.

Übrigens: Telefonieren über Kabel Anbieter ist zwar in vielen Regionen ebenfalls möglich, lohnt sich aber wegen der zusätzlichen Grundgebühr für den Anschluss meist nur dann, wenn man schon Kabelkunde beim gewünschten Anbieter ist.