Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat einer Klage der Deutschen Telekom AG (DT AG) gegen die im Hinblick auf den VDSL-Ausbau verfügte Regulierung des Marktes für Teilnehmeranschlüsse teilweise stattgegeben.
Der Ausbau des hochmodernen Glasfasernetzes in Essen kann beginnen: mit der Gründung der essen.net GmbH haben die conlinet Gruppe und die städtische Holding Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (EVV) mbH einen ersten Schritt zum Ausbau von Glasfaserhausanschlüssen getan.
Der regionale Telefon- und Internetanbieter M-net setzt seine Aktivitäten zur Investition in glasfaserbasierte Breitbandnetze fort. So schließt M-net in enger Kooperation mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW) das Gewerbegebiet Kempten-Ursulasried sowie den Stadtteil Leubas an das Breitbandnetz an. Die hierfür erforderlichen Investitionen belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Ab Mitte 2010 wird M-net in den erschlossenen Gebieten dann Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s bereitstellen.
Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. appelliert an die neue Bundesregierung, an den Zielen des Breitbandausbaus festzuhalten und die Regulierung dieses für die Wirtschaftsentwicklung des Landes unverzichtbaren Industriesektors nicht abzuschwächen. Die Koalitionsfraktionen diskutieren derzeit Änderungen bei der Regulierung des Telekommunikationssektors.
„Der Ausgang dieses Verfahrens ist von entscheidender Bedeutung für zukünftige Investitionen der Wettbewerber und damit den weiteren Ausbau eines moderneren Telekommunikationsnetzes“, betont VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner nach der heutigen Anhörung bei der Bundesnetzagentur zu Anträgen der Vodafone AG & Co. AG auf Zugang zu wichtigen Infrastrukturelementen des VDSL-Netzes der Deutschen Telekom AG (DTAG). Dazu gehören Leerrohre und Kabelverzweiger (KVz). Bei den Anträgen geht es um die elementare Frage, wie Glasfaser näher zum Kunden gebracht werden kann.
Der schnelle Internetzugang wird für immer mehr Nutzer in bisher unversorgten Gebieten in Deutschland zur Realität. Auf der Basis von bedarfsgerechten Funktechnologien verabschieden sich derzeit immer mehr Gemeinden aus der Breitband-Diaspora und stellen die Weichen für eine Anbindung an langfristig unverzichtbare Glasfaser-Infrastrukturen.
Im Vorfeld der Anhörung zu den Entgeltanträgen der Deutschen Telekom AG bezieht der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) Stellung zu den Anträgen der Telekom und kritisiert die fehlende Planungssicherheit für die Wettbewerber. „Die Telekom hat Entgeltanträge gestellt, in denen weder die Ausgestaltung der Leistung noch die Entgelte transparent werden. Auf dieser Grundlage können Wettbewerber nicht planen“, kommentierte Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO, die Situation.