szmtag
17
Dez 2009

essen.net baut schnelles VDSL in Essen aus

Der Ausbau des hochmodernen Glasfasernetzes in Essen kann beginnen: mit der Gründung der essen.net GmbH haben die conlinet Gruppe und die städtische Holding Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (EVV) mbH einen ersten Schritt zum Ausbau von Glasfaserhausanschlüssen getan.

„Der erste Spatenstich soll gleich zu Beginn des neuen Jahres erfolgen“, sagt Jan-Christoph Maiwaldt, Geschäftsführer der conlinet Gruppe. „Wir beginnen in Frohnhausen. Für die dortigen Haushalte wird es dann bereits im Laufe des kommenden Jahres möglich sein, 50-fach höhere Geschwindigkeiten im Netz zu erreichen als mit den jetzigen DSL-Anschlüssen. Internetanbindungen von 100.000 kbit/s sind dann für die dort ansässigen Nutzer kein Problem.“ Sukzessive will die essen.net GmbH in den kommenden sechs Jahren rund 70 Prozent der Einwohner Essens in die Lage versetzen, einen Glasfaseranschluss zu nutzen. Das neue Unternehmen wird seinen Kunden wie z.B. Vodafone, Versatel, HanseNet, Telekom, Unitymedia und QSC die Netzinfrastruktur zur Nutzung anbieten. Eine direkte Vermarktung an Endkunden ist nicht vorgesehen.

„Wir haben die notwendigen Vorbereitungen bereits vor Monaten getroffen, so dass die Gesellschaft sofort handlungsfähig ist. Damit gehört Essen zu den ersten Städten in Deutschland, in denen ein solches Datenhochgeschwindigkeitsnetz realisiert wird“, sagt Knut Günther, Geschäftsführer der essen.net. „Das ist nicht nur ein Vorteil für Privathaushalte, sondern auch ein Standortvorteil für Unternehmen, die Glasfasernetze benötigen. “ Namhafte Dienstanbieter und Telekommunikationsunternehmen haben sich bereits um die Mitnutzung des Netzes für ihre Kunden beworben. Dazu Jan-Christoph Maiwaldt: „Wir müssen jetzt starten, um mit der endgültigen Vermarktung dieses neuen Hochgeschwindigkeitsnetzes beginnen zu können. Wir haben im Vorfeld schon viele Gespräche geführt, die nun weiter konkretisiert werden können.“

Insgesamt plant die essen.net GmbH in Essen 45.000 Glasfaserhausanschlüsse zu verlegen, die dann von über 400.000 Einwohnern für Telefonie, Internetnutzung, Fernsehangebote, Filme auf Abruf oder Onlinespiele genutzt werden können. Auch zahlreiche Firmenkunden werden zukünftig das schnelle Glasfasernetz nutzen können. Um unnötige Baumaßnahmen zu vermeiden, sollen die Glasfaserkabel zum Teil auch mit neuen Gas- und Wasserleitungen verlegt werden. Bis 2016 werden insgesamt rund 50 Millionen Euro für den Ausbau der Infrastruktur investiert.

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